Fachbeitrag von Dr. rer. pol. Frank Wattendorff, Dipl. Ing., Dipl. Coach und Dr. Elisabeth Wienemann
Betriebliches Gesundheitsmanagement
Qualifizierte, motivierte und gesunde Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen sind eine wichtige Ressource für die Leistungsfähigkeit in Produktions- und Dienstleistungsbereichen. In den vergangenen 15 Jahren haben deshalb Unternehmen und Verwaltungen ihre Anstrengungen zum Erhalt und zur Förderung der Mitarbeitergesundheit verstärkt. Gesundheits- und Arbeitsschutz, Gesundheitsförderung und Suchtprävention sind zu unverzichtbaren Bestandteilen eines modernen Personalmanagements geworden. Seit Ende der 1990er-Jahre werden diese Aktivitäten unter dem Dach des betrieblichen Gesundheitsmanagements gebündelt.
Ziele und Definition eines integrierten Gesundheitsmanagements
Ziel des Gesundheitsmanagements ist es, gesundheitsgerechte und persönlichkeitsförderliche Arbeitsbedingungen zu schaffen, die Gesundheitssituation der Beschäftigten zu verbessern und die Arbeitszufriedenheit zu steigern. Wirtschaftlich dienen die verstärkten Maßnahmen vor allem dazu, die Leistungsbereitschaft und die Gesundheitsquote zu erhöhen, also Fehlzeiten zu vermeiden oder zu verringern.
Eine wichtige Aufgabe des betrieblichen Gesundheitsmanagements ist es deshalb, gesundheitlichen Risiken am Arbeitsplatz vorzubeugen, betrieblichen Ursachen von Gesundheitsbeeinträchtigungen nachzugehen und auf deren Beseitigung hinzuwirken. Für diese Aufgabe arbeiten Unternehmens- bzw. Dienststellenleitung, Führungskräfte aller Ebenen, Interessenvertretungen und die zuständigen Fachdienste eng zusammen. Außerdem wird in der gesundheitsorientierten Führung dem Wohlbefinden der Beschäftigten und der Gestaltung eines anregenden Arbeitsklimas ein hoher Stellenwert eingeräumt.
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